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Showing posts from January, 2014

Feudaldemokratie vs. Chaosdemokratie... was ist besser?

Erst eine Fernreise führt einem wieder vor Augen, was man so an Deutschland hat. Letztens kehrte ich nach langer Zeit in mein geliebtes New York zurück, um wieder mal hemmungslos in Sprache und Mentalität meiner Heimat zu schwelgen. Es war herrlich – bis auf die Kleinigkeit, dass ich mich ständig bei dem peinlichen Gedanken erwischte: "So was könnte in Deutschland nicht passieren."

Es gibt einfach Dinge, die kriegen die Deutschen besser hin. Schon bei der Verkehrsanbindung des Flughafens Newark in New Jersey nach Manhattan wurde mir das schmerzhaft klar: Statt eines Schildes, das einen zu Bus und Bahn leitet, buhlen eine Vielzahl an Hotelbussen, privaten Shuttleanbietern, Taxis und Limousinen, Rikschas, Helikoptern, Maultieren und Sherpas um Aufmerksamkeit.

Angesichts dieser Flut an Möglichkeiten, die für den Reisenden auf den ersten Blick nur sinnloses Wirrwarr sind, fühlt er sich allein gelassen und möchte am liebsten gleich wieder umkehren. Das könnte in Deutschland nicht…

Deutschland muss aufhören zu quengeln und spionieren lernen....

In Amerika gibt es seit einiger Zeit Streit über einen Mann, der Staatsgeheimnisse verriet und dafür von den Behörden mit aller Härte verfolgt wurde. Nein, ich meine nicht Edward Snowden, sondern Jonathan Jay Pollard. Er hatte weder das Glück, international als Held gefeiert zu werden, noch zu entkommen. 1987 wurde er wegen Spionage verurteilt und sitzt seither im Knast; manche finden, das sei jetzt lang genug.

Das Interessante ist, an welches Land er Staatsgeheimnisse verkauft hat: an Israel. Nur zur Erinnerung: Das ist einer der engsten Verbündeten Amerikas und eines der wenigen Länder, das Amerika "Freund" nennt. Dennoch hat Israel uns ausspioniert. Interessant war auch die Reaktion in den USA: Nachdem Pollard verhaftet wurde, gab es tatsächlich ein paar diplomatische Unstimmigkeiten zwischen den USA und Israel – ungefähr ein, zwei Wochen lang. Dann war Ruhe.

Keiner tat so, als sei er überrascht, dass es so was wie Spionage unter Freunden gibt. Niemand verlangte nach eine…

Nur die Ausländer können Deutschland retten!

Neulich saß ich in New York mit einem jungen Mann zusammen, der mir ganz nebenbei und auch noch mit einem lustigen Akzent das Erfolgsgeheimnis meiner Heimat erklärte: "Amerika hat kapiert, was die anderen nie begreifen werden: Eine Nation braucht frisches Blut, je mehr frisches Blut, desto besser. Das ist der Grund, warum keiner Amerika so schnell das Wasser reichen wird."

Der junge Mann kam aus Ghana und arbeitete in New York für eine große Bank. Er hatte in England studiert, war viel gereist und kannte diverse afrikanische und europäische Nationen recht gut, und seine Bemerkung über frisches Blut – "je mehr, desto besser" – war vermutlich die intelligenteste Beobachtung zum Spiel der modernen Geopolitik, die ich seit Langem gehört habe.

Geben wir es zu: Eigentlich hat Amerika ja nichts, was andere Staaten nicht haben. Amerika ist jünger und unerfahrener als die meisten anderen und von Landmasse und Bevölkerung her nicht der größte der Welt, auch wenn er sich gern…

Warum darf ich eigentlich nicht drei Frauen haben?

Wenn meine Freunde erfahren, dass ich früher Mormone war, weiß ich schon, was ich zu hören bekomme: "Und? Hast du mehrere Frauen?" Eine Weile habe ich mit "Klar doch!" geantwortet, bis mir meine Freundin unmissverständlich deutlich machte: Das ist weniger lustig, als ich dachte.

Seither erkläre ich lieber, das mit der Polygamie bei den Mormonen sei schon ewig her. Damals führte es beinahe zum Krieg mit der Bundesregierung, bis man vernünftigerweise 1890 beschloss, klein beizugeben. Seitdem ist Polygamie auch für Mormonen verboten, dafür gehört Utah zu den USA – das war eine Bedingung des Eintritts in den Staatenbund.

Doch einige Dickköpfe – Männer wie Frauen – praktizieren noch heute aus voller Überzeugung die biblische Praxis der Polygamie. ...


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Die Zukunft heisst "Roboter"

Im Jahr 2013 wurde die Zukunft Deutschlands entschieden. Es geschah an einem Dienstag, dem 12. November, am frühen Abend, als ein Roboterarm die Schlussglocke der New Yorker Technikbörse Nasdaq läutete. Damit wurde die Premiere des sogenannten Robo-Stox gefeiert, des ersten Aktienindex nur für Robotertechnik. Meine Empfehlung: Kaufen!

Wenn Sie menschenähnliche Roboter bisher für eine Sci-Fi-Fantasie hielten, hätten sie bei der Darpa Robotics Challenge in Homestead in Florida ein paar Wochen später in Dezember dabei sein sollen. Bei jenem einmaligen Wettbewerb mussten Roboter aus aller Welt so schwierige Aufgaben erfüllen wie Treppen steigen und Türen öffnen. Erstaunlich viele haben es sogar geschafft.

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