Ws ist besser? Das Zweiparteien- oder das Koalitonssystem?

Die Deutschen wählen aber komisch. Wenn ein Amerikaner wählt, will er, dass seine Partei gewinnt, deswegen wählt er ja auch die Partei, die er will. Und siehe da: Nach der Wahl wissen mindestens 51 Prozent der Amerikaner, dass ihre Partei auch gewonnen hat. Das ist simple Mathematik.

Wenn ein Deutscher wählt, kalkuliert er mit gehobener Wahrscheinlichkeitsrechnung: "Ich will, dass die SPD gewinnt, also wähle ich die Grünen, damit sie koalieren können", und am Ende kommt genau das dabei raus, was niemand wollte: eine Große Koalition, zum Beispiel.


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Comments

Roland Muetzel said…
Hallo,
also ich habe in diesem Punkt eine völlig andere Meinung als Sie.
Die GOP bspw. ist doch keine geschlossene, einheitliche Partei. Im Gegenteil, sie ist ein Zusammenschluss unterschiedlichster Interessen. Die GOP wird zusammen gehalten von Konservativen, Nationalisten, Liberalen, Libertären, Evangelikalen, "neuen Konservativen" usw.
Es werden also auch hier Koalitionen gebildet. Nur hat niemand eine Ahnung davon wie stark die jeweilige Strömung konkrekt ist. Sie nennen ja selbst das Bsp. der Tea Party. In Dtl. wissen wir nun ganz konkret dass die AfD weniger als fünf Prozent der Wähler vertritt. In den USA dagegen veranstaltet die AfD, sorry ich meinte natürlich die Tea Party ein riesen Theater und krakeelt herum. Am Ende weiß aber kein Mensch wie viele Amerikaner wirklich deren Positionen unterstützen. Je mehr ich rumbrülle, desto mehr Macht habe ich auch... Was soll daran demokratisch sein?
Wir haben in Dtl. streng genommen auch nur zwei Parteien. Aber man weiß eben stets wie sich diese zwei Parteien konkret zusammen setzen. Koalitionen gibt es auch in den USA. Nur werden sie nicht ausgehandelt. Gewinnen tut derjenige der am lautesten rumbrüllt oder das meiste Geld hat.
Würde ich in den USA leben und dort zum Bsp. die GOP wählen. Weiß ich dann wirklich was ich am Ende bekomme? Wohl kaum!
Würde man in den USA Wahlen abhalten ähnlich wie in Dtl, wieviele Menschen würden dann wohl für die Tea Party stimmen? 10 %? 15 %?
Man weiß es nicht. So aber kapern diese Heinis die gesamte Politik, veranstalten ein riesen Theater und nehmen die gesamte Nation in Geiselhaft.
Ist das demokratisch?
Sorry, aber in Dtl. weiß man einfach ziemlich klar wer wen mit wie vielen Stimmen unterstützt. Am Ende haben wir natürlich auch nur zwei Parteien. Aber wer wie viel zu sagen hat in der jeweiligen Partei ist ziemlich klar fest gelegt. Da können die AfD oder FDP krakeelen soviel sie wollen.

Weiterhin schreiben Sie:
"Dass Koalitionen leicht zerbrechen, sah man schon öfter in der deutschen Geschichte, zum Beispiel 1982, als die FDP mitten in der Amtszeit aus der Koalition mit der SPD austrat und damit der CDU die Macht schenkte – einfach so. Dabei hatte die FDP nur 10,6 Prozent der Wählerstimmen gehabt: Eine Minderheitenpartei hat allein entschieden, wer regiert, und die Wähler hatten in der Sache nichts zu melden."

Ist das in den USA anders? Wenn die Tea Party ohne jede demokratische Legitimation die gesamte Politik boykottiert? Was hat denn der Wähler da zu melden?

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