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Showing posts from August, 2011

Was Amerika gross macht

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Nur in Amerika wird ernsthaft über in grosse Zeitungen über größe Veränderungen im Comic Book-Markt berichtet (hier)... und Comicbooks werden als "Kultur" bezeichnet. Bravo.

Obama in Urlaub

Obama und seine Familie machen Urlaub auf Martha's Vineyard, der Insel fuer Reiche, und was macht der mächtigste Mann der Welt auf einer Insel fuer Reichen im Urlaub? Er liest Krimis natürlich.

The New Yorker hat davon berichtet, welche Bücher er mit ins Urlaub mitgenommen hat, und ganz hoch auf der Liste steht die Krimi-Trilogie „The Bayou Trilogy“ von dem Daniel Woodrell der „Winter's Bone“ geschrieben, hat, das letztes Jahr zu einem sehr guten Film gemacht wurde. Woodward schreibt über den Sçden und oft über White Trash – unseren weissen Asozialen, wenn ich eine deutschen Begriff verwenden darf.

Die ganze Liste und ein paar sarkastische Bemerkungen über die rustikal durchgestylten Buchhandlungen auf Martha's Vineyard hier.

Ich vermisse Sarah Palin schon jetzt

Es war schon ein Schock, als in den republikanischen Testwahlen letzte Woche Sarah Palin nicht dabei war. Die einzige Tea Party-Vertreterin im Kampf um das Präsidentenamt war Michele Bachmann.

Nun sieht es noch schlechter aus für die Tea Party: Sie scheinen – wenn man Umfragen trauen kann - immer mehr an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Nicht, dass sie jemals viel Glaubwürdigkeit besaßen. Sie sind nach wie vor das, was die Deutschen ein „Protestpartei“ sind. Aber laut Umfragen (mehr hier) fanden in April 2010 21% aller Amerikaner die Tea Party gut und 18% schlecht. In diesem Monat, nach dem Kampf um den Staatsetat und nach der Iowa-Testwahl, finden zwar immer noch 20% der Wähler die Tea Party gut, aber 40% finden sie schlecht.

Die Republikaner werden bis Februar entscheiden, welchen Kandidaten sie gegen Obama aufstellen. Da vermute ich stark, dass sie eine Tea Party-Kandidatin, sie sie Palin oder Bachmann, doch nicht haben wollen.

Irgendwie schade. Ich hatte mich schon auf den Zirkus …

Rick Perry's Wort in Gottes Ohr

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Ich warte immer wieder und hoffe immer weiter, dass mein Volk zu Vernunft kommt, und bin immer wieder enttäuscht.

Texas Gouverneur Rick Perry folgt nun in den Fussstapfen von seinem Vorgänger George W. Bush hat bekannt gegeben, dass er für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat zu Verfugung steht und hat die Ankündigung mit einem öffentlichen Gebet begleitet, in dem er für die Wirtschaft gebetet hat.

Für die Wirtschaft war das Gebet genauso nützlich wie ein indianischer Regentanz, das ist klar. Was mit unklar bleibt ist, warum es politisch vorteilhaft war: Warum gibt es noch Menschen in den USA die auf solche dumme Streiche hereinfallen?

Es ist schmerzhaft für mich dass es genügend solcher Leute gibt, dass es politischen Sinn macht, so was zu tun. Und auf der Suche nach Erklärungen kann ich mir nur sagen: In Zeiten der Krise, und besonders dann, wenn die Krise unerklärlich und mit normalen Mitteln unüberwindbar scheint, wendet man sich verstärkt übernatürlichen Kräften zu.

Sehnsucht nach Untergang

Was habt ihr Deutschen nur dem „Ende der Welt“?

Freunde von mir diskutieren gerade auf Facebook die weltweite Wirtschaftskrise, die amerikanische Politik des gegenseitigen Ausbremsens und die Randale in London. Fazit: „Das System ist am Wende.“

Jedes Mal, dass etwas Außergewöhnliches passiert, ruft der Spiegel das Ende von irgendwas aus: Das Ende des Kapitalismus, das Ende des amerikanischen Zeitalters, etc. Es ist immer Götterdämmerung in Deutschland. Bei der geringsten Anlass wollen die Deutschland das „System“ verschrotten und ein nagelneues System ausrufen – den sie, wie ein Auto, natürlich am besten bauen können. (Wo die perfekten Systeme der Deutschen hinführen, wissen wir ja schon. Autobauer, bleibt bei euren Autos.)

Es kommt mir vor, dass die Deutschen das Ende der Welt – irgendeinen großen dramatischen Knall, der die Welt von uns nervigen verwirrten systemunfähigen Menschen ein für allemal säubert.

Wie Goldfischen mit einem Gedächtnis von etwa drei Minuten vergessen sie, …