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Proud

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"If there is anyone out there who still doubts that America is a place where all things are possible, who still wonders if the dream of our founders is alive in our time, who still questions the power of our democracy, tonight is your answer.”
- Barack Hussein Obama

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 6: Potpourri

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"Hansen in der Hanse" - meine Mini-Mini-Serie auf NDR (hier klicken), jeden Montag abend ab 22:30 bei "KulturJournal. Ich fahre durch Norddeutschland und spiele mit den Menschen mein Deutschland-Quiz. Hier ein paar Extra-Texte - begleitend zur Serie - zum sechsten Teil "Potpourri":

"Deutsche Apothekensucht"

Die meisten Ausländer, die nach Deutschland kommen, fragen sich früher oder später hinter vorgehaltener Hand: »Was haben diese Deutschen nur mit ihren Apotheken? An jeder Ecke steht eine. Sind diese Leute ständig krank? So schlecht sehen sie gar nicht aus!«

Der Eindruck, die Deutschen hätten mehr Apotheken als Kita-Plätze, kommt nicht von ungefähr. In der Tat gibt es hier 26 Apotheken auf 100 000 Einwohner, in den USA gerade mal 18. Klar, dass das soziale Gesundheitssystem einen größeren Markt für Medikamente zulässt.

Doch das erklärt nicht alles. In den USA mit ihrem unsozialen Gesundheitssystem gibt jeder Amerikaner, ob versichert oder nicht, viel …

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 5: Bremen

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"Hansen in der Hanse" - meine Mini-Mini-Serie auf NDR (hier klicken), jeden Montag abend ab 22:30 bei "KulturJournal. Ich fahre durch Norddeutschland und spiele mit den Menschen mein Deutschland-Quiz. Hier ein paar Extra-Texte - begleitend zur Serie - zum fünften Teil "Bremen":

Der amerikanische Traum a la Hanse

Eines der mächtigsten Ideen der letzten 200 Jahren ist der amerikanischer Traum – die Idee, dass man den festgefahrenen Verhältnissen in (adeligen) Europa entfliehen kann und in Amerika das werden kann, was man werden will. Das hing schon vom Anfang an mit Geld zusammen – denn sozialer Aufstieg war ohne Geld nicht möglich, und man konnte nur dort zu Geld kommen, wo man die Freiheit hatte, seine Pläne zu verwirklichen. Also in Amerika.

Und es stimmt schon, dass adeliger Europa vor 200 Jahren festgefahren war (und auch gar nicht so lange her, denn in Deutschland wurde der Adel und damit auch der Leibeigenschaft erst 1918 abgeschafft). Aber waren die Europä…

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 4: Wismar

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"Hansen in der Hanse" - meine Mini-Mini-Serie auf NDR (hier klicken), jeden Montag abend ab 22:30 bei "KulturJournal. Ich fahre durch Norddeutschland und spiele mit den Menschen mein Deutschland-Quiz. Hier ein paar Extra-Texte - begleitend zur Serie - zum vierten Teil "Wismar":

Weltsprache Plattdeutsch

Alle wissen, dass die deutsche Sprache heute vom Englischen stark beeinflusst wird. Aber die wenigsten wissen, dass es auch mal umgekehrt der Fall war.

Als rund fünf Millionen Deutsche im 19. Jahrhundert nach Amerika eingewandert sind, zum Beispiel, haben sie meine Sprache maßgeblich verändert – und es handelt sich nicht nur um Worte wie "Kindergarten." Mein Lieblingswort aus dem deutschen ist "dumb" – aus dem deutschen "dumm". Bis dahin benutzen wir Amis das britisch-englische (und lateinische) Wort "stupid".

Noch mehr Einfluss hatte Deutsch im Mittelalter. Hunderte von Jahren lang war Niederdeutsch nämlich die Sprache der Ha…

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 3: Lübeck

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"Hansen in der Hanse" - meine Mini-Mini-Serie auf NDR (hier klicken), jeden Montag abend ab 22:30 bei "KulturJournal. Ich fahre durch Norddeutschland und spiele mit den Menschen mein Deutschland-Quiz. Hier ein paar Extra-Texte - begleitend zur Serie - zum dritten Teil "Lübeck":

Eric T. Hansen über die Hanse und Globalisierung

"Globalisierung " ist eines dieser Worte, die man schon vor Jahrhunderten hätte erfinden müssen, es aber irgendwie verschlampt.

Schon die Wikinger waren auf ihrer bescheidenen Art Globalisierer – der Unterschied ist, damals ging man nicht auf die Straße, um gegen sie zu protestieren – man rannte einfach schreiend davon. Man hatte gar keine Zeit, ein Wort dafür zu erfinden.

Als ich zu den führenden Hanse-Historikern ging und sie fragte, ob die Hanse die Globalisierung erfunden hat, taten sie sich mit der Frage schwer. Einerseits, sagten sie, hat die Hanse ein erstaunlich modernes Wirtschaftssystem gehabt, das die wichtigsten Element…

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 2: Buxtehude

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"Hansen in der Hanse" - meine Mini-Mini-Serie auf NDR (hier klicken), jeden Montag abend ab 22:30 bei "KulturJournal. Ich fahre durch Norddeutschland und spiele mit den Menschen mein Deutschland-Quiz. Hier ein paar Extra-Texte - begleitend zur Serie - zum zweiten Teil "Buxtehude":

BUXTEHUDE, TIMBUKU UND POUGHKEEPSIE:

Wenn man dumme Fragen stellt, erfährt man Dinge über Menschen, die sonst verborgen geblieben wären.

Als ich anfing, mich für Buxtehude zu interessieren, stieß ich immer wieder auf Menschen, die entweder unerwartet aus dem kleinen Ort herkamen oder die als Kinder von ihren Eltern damit gedroht wurden, wenn sie nicht artig wären, würden sie nach Buxtehude kommen. Wenn man nicht fragt, erfährt man sowas nicht von den Menschen.

Es gibt eine Menge seltsame Ortsnamen in Deutschland. Davon hat Buxtehude die seltene Stellung, dass viele Menschen nicht glauben, dass es das Ort wirklich gibt. Warum das so ist, weiß kein Mensch: Irgendwann in der Geschichte fin…

NDR's "Hansen in der Hanse" Teil 1: Hamburg

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Nicht verpassen!

"Hansen in der Hanse" - meine Mini-Mini-Serie auf NDR (hier klicken), jeden Montag abend ab 22:30 bei "KulturJournal. Ich fahre durch Norddeutschland und spiele mit den Menschen mein Deutschland-Quiz. Hier ein paar Extra-Texte - begleitend zur Serie - zum ersten Teil "Hamburg":

BIER AUS DER ALSTER:

Es ist heute umstritten, ob das spätmittelalterliche Hamburger Bier nach Pipi schmeckte.

Es war nicht die Schifffahrt, die Hamburg im Spätmittelalter groß machte, es war Bier. Hamburg war der Bierbrauer der Hanse. "Um 1400 hat es 450 Brauereien in Hamburg gegeben, bei vermutlich rund 7000 Einwohner", meint Dr. Ralf Wiechmann vom Museum für Hamburgische Geschichte.

Hochgerechnet heiß dass, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung direkt oder indirekt für Brauereien arbeitete. "Es war fast eine Monokultur", sagt Wiechmann. "Am Anfang nahm man zum Brauen Gewürze statt Hopfen – man nannte es Grootbier. Dann lernten die Hamburger, das…

Es ist soweit! Eric im TV

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Der Untergang des deutschen Fernsehens ist besiegelt - Eric ist da.

Ab dem 4. August jeden Montag als Teil von KulturJournal bei NDR 3 (spät Abends) werde ich sechs Wochen lang meine "Deutschland-Quiz" auf Norddeutschland ummünzen und verfilmen.

Die Mini-Serie heisst "Hansen in der Hanse", und hat eine Menge Spass gemacht. Wir sind durch 5 norddeutsche Städte herumgereist und die Leute auf der Strasse sowie die Bürgermeister in ihren Ämtern belästigt. Wir haben das mittelalterliche Viagra gefunden (tut weh), die indische Hanse, die deutsche Schuld an der Globalisierung der Welt und haben auch noch herausgefunden, was "Blodman" auf französisch bedeutet.


Dabei sind wir so klamaukig, bizarr und... naja, bizarr vorgegangen, wie es nur ging.

Schaut rein - es macht Spass, und Ihr habt die einzigartige Gelegenheit, zu beobachten, wie eine Fernseh-Karrier im gleichen Moment geboren und zerstört wird.

Und nicht nur das: Ihr werdet sehen, warum Männer in Cadillacs me…

Idiots, Nazis or Pranksters?

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Admittedly, Germans are not known for their ha-ha-fall-down humor. It's just not them.

But what they do like to do is make each other look stupid. (And before you frown and disapprove, let me remind you that American humor does that also - or do you really think Jon Stewart makes George Bush look intelligent?)



For example, the Hitler card game.

A small Berlin publisher jumpstarted a mini-scandal when it put out a card game featuring the faces and CVs of dictators, from Hitler to Idi Amin. The game is based on the popular German children's card game called "Quartett", in which you have to match features on your cards to features on the cards of another player to gather their cards - or something like that. Usually the cards feature cars or soccer players.

Immediately German officials realized that someone here wasn't being appropriately respectful of Hitler and complained. A politician of the liberal party SPD called it "tasteless," etc. The newspaper wr…